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Erstes Marketing-Seminar für Singleiter mit Heiko Römhild

Heiko Römhild, links, Vera Kimmig, 2.v.l.

Vera Kimmig besuchte von 15. - 17.11.2019 in Wiesbaden das bereits mehrfach angekündigte Seminar zum Online-Marketing, das organisatorisch und preislich analog zu unseren Modulen aufgebaut ist. Zielgruppenorientiert richtete es sich speziell an den Bedürfnissen unserer fertigen oder sich in Ausbildung befindlichen SingleiterInnen aus. In verhältnismäßig kleiner Runde von insgesamt 7 Teilnehmern konnten intensiv die Fragen angesprochen werden, wie man marketingtechnisch die eigene Homepage aufbaut oder nutzt  bzw. sich der sozialen Medien bedient, um sich erfolgreich als Singleiter zu positionieren. Hier der Erfahrungsbericht von Vera Kimmig:

"Hallo liebe Singleiter und solche die es noch werden wollen:

Sieben wissbegierige Singleiter fanden sich in Wiesbaden zusammen, um in die Geheimnisse des Internet-Marketings einzudringen.

Sind für dich Homepage, Lead, Conversion, Templates, Landingpages, Webhosting, URL, Globel Timerline, SEO, Internet-Marketing........ Worte, die für dich unverständliches beinhalten? Dann lies weiter, denn hier findet sich ein Lösungsweg!!!

Hast Du dich schon mit einigen Begriffen wie Google, Facebook, Youtube auseinandergesetzt, hast eine Homepage, wie ich, die aber nicht Social-Media-kompatibel ist? Beim Seminar erfährst du, wie es geht!

Melde dich einfach zum Marketing-Seminar von Heiko Römhild an, welches auch bezahlbar ist!

In Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung sinken die Eintrittshürden für neue Technologien dramatisch und neue Märkte und Möglichkeiten eröffnen sich täglich. Noch nie in der Geschichte der Menschheit war es mit geringeren Mitteln möglich, globale Präsenz zu erreichen.

Deine Vision, Deine Herzenswünsche zu erreichen, hat viel mit Marketing zu tun. Um das tun zu können, was Du willst, wo Du es willst und wann Du es willst, braucht es eine solide Basis. Wer nicht weiß, wie die nächste Rechnung zu bezahlen ist, kann weniger über die eigene Berufung nachdenken. Finanzieller Erfolg führt zu weiteren Freiheiten. Wer Geld und somit Energie hat, kann entscheiden, was er wann wo und wieso machen möchte.

Wir sollten die Möglichkeiten von Internet, Google, Youtube, Facebook, Paypal bewusst, achtsam und effektiv nutzen, um dem Sinn von Singende Krankenhäuser e.V. eine unüberhörbare Stimme in einer lauter werdenden Welt zu geben. Ein Einzelner kann leicht übersehen werden, eine große Gruppe, die sich harmonisiert und im Einklang die gleiche Botschaft sendet, kann nicht ignoriert werden. Unser Thema, das "heilsame Singen", in die Welt zu tragen, lohnt es.

Heiko nahm uns in einer leicht verständlichen Weise mit auf diese Fach-Exkursion, so dass wir zwar mit rauchenden Köpfen, aber jeder mit Umsetzungsideen am Ende des Seminars nach Hause fuhren. Er begleitet uns auch weiterhin und erstellt mit uns zusammen unsere eigenen Templates (Seiten) und Videos, damit wir das Gehörte für unsere Ziele nutzen können.

Kann nur jedem diesen Kurs empfehlen, falls ihr eine HP gestalten wollt, eurer HP Landingpages voranstellen wollt, oder ihr einfach mal diese wichtigen Möglichkeiten für euch nutzbar machen wollt.

Somit tragt ihr auch bei, dass wir immer mehr als großes Netzwerk in den Social Media erkennbar sind!"


20 Jahre Förderverein Selbsthilfe e.V. Würzburg

"Der Förderverein Selbsthilfe Würzburg e.V. feierte am 18.10.2019 im Gut Wöllried Jubiläum unter Mitwirkung der Musiker Vera Kimmig, Benjamin Penna und Matthias Hübner.

Es gibt über 280 Selbsthilfegruppen in Würzburg. Die Selbsthilfe stellt eine wichtige Säule der gesundheitlichen und sozialen Versorgung dar und ist für viele Menschen ein "Fels in der Brandung". Finanziell und ideell unterstützt wird die Selbsthilfe in Würzburg seit 20 Jahren durch den Förderverein Selbsthilfe e.V.. Aus diesem Grund feierte der Verein am vergangenen Freitag mit über 100 Gästen das Jubiläum. Der erste Teil dieses besonderen Tages startete mit einem zweiteiligen Workshop "Heilsames Singen" der Gesangspädagogin Vera Kimmig und ihren Kollegen Benjamin Penna und Matthias Hübner. Hierbei wurde den Anwesenden die heilsame Wirkung des Singens nahegebracht. "Singen ist Medizin" lautete das Motto. Die lockere Atmosphäre, welche Vera Kimmig schaffte, ermutigte jedermann zum Mitmachen und zauberte ein Lächeln in die Gesichter der Teilnehmer.

Dem zweiten Teil des Workshops folgte ein Vortrag von Frau Dr. Löffler vom Universitätsklinikum Würzburg, spezialisiert auf Onkologie und Komplementärmedizin, über die Thematik der "Aktiven Pause".

Matthias Hübner, Benjamin Penna, Vera Kimmig (v.l.)

Mit dem Besuch der Klinikclownin Frau Schnipsel, die für heitere Stimmung sorgte, wurde der offizielle Teil eröffnet. Anschließend begrüßte die Sozialreferentin Frau Dr. Hülya Düber die Festgäste. Sie beglückwünschte den Verein, allen voran die Vorsitzende Beate Beyrich, zu dem großartigen Engagement in den letzten Jahren und sicherte auch weiterhin die Unterstützung der Selbsthilfe durch die Stadt Würzburg zu. Das Aktivbüro, die städtische Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen wurde durch Christian Holzinger (Leiter) und Susanne Wundling vertreten. Herr Danelzik, Gründungsmitglied des Fördervereins, gab den Anwesenden einen kurzen historischen Einblick in die Geschichte des Fördervereins. Der gelungene Abend wurde durch ein letztes gemeinsames Singen der Musikstücke aus den Workshops und einer Einladung zum Buffet abgerundet."

Bericht und Foto: Josefine Espig


SiKra beim Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg e.V.

... am 26.10.2019 in Stuttgart

Am womöglich letzten sonnig-warmen Samstag dieses Herbstes fand in Stuttgart der diesjährige „Selbsthilfe-Tag“ des LVPEBW e.V. statt. Unter dem Motto „Recovery aktiv gestalten“ trafen sich ca. 40 Mitglieder, um sich über verschiedene Selbsthilfe-Projekte zu informieren, zwei Fachvorträgen zu lauschen und sich über Genesungs-Erfahrungen auszutauschen.

Den klangvollen Abschluss des Treffens bildete dabei der Tagesordnungs-Punkt „Die Singenden Krankenhäuser e.V. stellen sich vor“. Klaus Loescher (zertifizierter Singleiter des PZN Wiesloch, Bild links) gab den Anwesenden in einem Kurzvortrag eine erste Idee von den Zielen der „Singenden Krankenhäuser“ und vom Heilsamen Singen, bevor er zum „praktischen Ausprobieren“ einlud. Obwohl nur eine Handvoll Teilnehmer bereits Sing-Erfahrung hatten, erfüllte schon nach wenigen Minuten ein kraftvoller, vielstimmiger Klang den Raum, und die anfangs eher skeptischen Gesichter begannen zu strahlen. Am Ende bedankte sich der stellvertretender Vorsitzende Herr Metzger für diesen anschaulichen und lebendigen Eindruck vom Potenzial des Heilsamen Singens, welches so viele Gemeinsamkeiten mit dem Grund-Gedanken des „Recovery“ aufweist. Der Vorstand von SiKra hat großes Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit mit dem LVPEBW, um sich gemeinsam für eine „Vermenschlichung“ der aktuellen Gesundheitspolitik stark zu machen.

Bericht: Klaus Loescher
Bilder: Homepage des Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg e.V.


10. Symposium künstlerischer Therapien in der Altenarbeit vom 25.-27.10.2019 in Speyer

gemeinsames Singen

……wieder einmal war Vera Kimmig auf einem Symposium und durfte diesmal versierten Musiktherapeuten die wundervolle Art des „heilsamen Singens“ in einem Workshop vorstellen und sie mitnehmen in innere und äußere Beweglichkeit. Denn darum ging es hier: Künstlerische Therapien in der Altenarbeit. Thema: „Beweglich sein!“

Vera Kimmig berichtet:

"Eingeladen hatte das Netzwerk Musiktherapie mit alten Menschen in Kooperation mit: Werkstatt Demenz e.V., ALMUTH, Kunstdialog, DMtG-Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft, MSH-Musical School Hamburg und arts-and-change, Department Kunst, Gesellschaft und Gesundheit.

Bei dem diesjährigen Thema denkt man spontan an die motorische Bewegung. Tanztherapie, Eurythmie, Dramatherapie - denn diese nutzen die körperliche Bewegung auf sehr vielfältige Weise. Keine Kunst kann auf die Bewegung verzichten. Der Pinselstrich bedarf der Bewegung genauso wie das Lied, das Spiel auf einem Instrument oder die Spur im Material Ton.
Aber dann gibt es noch die Emotion, also die innere Bewegung. Welche Bedeutung spielt diese innere Beweglichkeit in der Begleitung von Menschen mit Demenz? Wie können wir künstlerischen Therapeut*innen die innere Beweglichkeit im Alter und von Menschen mit Demenz fördern? Wie gehen wir damit um, wenn die innere Beweglichkeit erstarrt zu sein scheint oder die motorische Beweglichkeit besondere Herausforderungen an uns stellt?

Weitere Themen waren auch: Wie gestalten und nutzen wir den Zwischenraum der therapeutischen Triade? Welche Bewegungen vollziehen sich dort? Wie gelingt es über die Jahre der Berufstätigkeit in der therapeutischen Begegnung resonanzfähig zu bleiben, als ein stabiles, belastbares und ebenso spielerisch tänzerisches Gegenüber. Was können wir für uns selbst tun, um uns diese Beweglichkeit und Flexibilität zu bewahren?

gemeinsames Bewegen

Das Hauptthema war von vielen Nebenthemen begleitet und es war viel Raum für den kollegialen Austausch. Viele der anwesenden Referenten erzählten Spannendes aus ihrem Berufsalltag und den Umgang mit ungewöhnlichen Situationen oder besonders schönen Momenten. So hörten wir Clowns-Geschichten der humorvollen Begegnung. Eine Kunsttherapeutin stellte Bilder aus ihrem Arbeitsalltag vor und erzählte, wie sie ältere, oft sich isoliert fühlende Menschen mit künstlerischen Mitteln begleitet und inspiriert, ihren eigenen "Bewegungsfluss“ zu entdecken. Eine Ärztin erläuterte, welche persönlichen Kompetenzen des Therapeuten wichtig sind im Umgang mit dementiell veränderten Menschen. Sie verdeutlichte, dass Kongruenz, Empathie und Wertschätzung Variablen sind, für die Wichtigkeit eines reflektierten Umgangs.

Mit meinem eigenen Workshop „Sing dich frei! Heilsames Singen und Bewegen“, brachten wir die Zellen der teilnehmenden Musiktherapeuten in Schwingung und erlebten, wie unserer durch das Singen belebten Lebensfreude eine befriedende und energetisierende Kraft innewohnen kann. Solcherart Erlebtes kann auch gut weitergegeben werden, denn auch für unsere anvertrauten Senioren ist Singen "Medizin“ und hält den Körper und die Seele des Menschen auf vielerlei Arten zusammen. Leistungsfreies Singen und sanftes Bewegen kann eine wohltuende Kraftquelle im Alltag sein und das nicht nur für ältere Menschen! Musik und hier besonders das selbst singen ist eine der Möglichkeiten, aktivierende Gesundheit zu praktizieren, da sofort bioverfügbare Hormone da sind. Durch eine Kombination von gefühlvollen, rhythmischen, tanzähnlichen Bewegungen werden beim gemeinschaftlichen Singen Ressourcen geweckt, die Selbstregulationsfähigkeiten verbessern und neben der gezielten Förderung von Mobilität, Sprech- und Kommunikationsvermögen, auch Lebensfreude, Solidarität und Sinnperspektiven stärken. Frei nach der Aussage von Yehudi Menuhin:
„Wenn einer aus der Seele singt, heilt er zugleich seine innere Welt. ……..!“

Spannend wäre für mich auch der Workshop „Eurythmie in Seniorenheimen“ gewesen, doch hatte ich zur gleichen Zeit meinen Workshop. Habe aber die Dozentin auf einer anderen Tagung schon einmal erleben dürfen und schätze ihre Arbeit sehr! Deshalb hier nur ein Auszug aus der Ausschreibung im Tagungsprogramm:
"Im Vergleich zu anderen Künsten und Bewegungskünsten ist die Eurythmie mit ihren gerade mal 100 Jahren eine noch recht junge Kunst. Die wenigsten Teilnehmer in den Seniorenheimen können auf Vorerfahrungen aus der Jugend mit der Eurythmie zurückgreifen, aber sie haben alle Erfahrungen, Erlebnisse und Erinnerungen an und mit der Sprache der Musik. Fast jeder kennt Verse und Gedichte auswendig oder kann sich zur Musik bewegen. Diese Fähigkeit nutzt auch das Bewegungsangebot der Eurythmie."


Beseeltes Singen, Lachen, Tanzen und Entspannen

Moni Müksch, Robert Meisner (einziger männlicher Teilnehmer), Silke Jansky, Claudia Plafinger (v.l.)

Unter dem schönen Motto „SingenLachenTanzen“ (SiLaTa) verbrachte Claudia Plafinger aus Traunstein - unser langjähriges Mitglied und Mitarbeiterin in der Homepage-Pflege - einen erfüllten und beschwingten Tag in einer wunderschönen Landschaft, zu dem sie auf den folgenden Zeilen einen persönlichen Erfahrungsbericht gibt. Der Seminartag stellte eine anregende Verbindung aus Lachyoga und heilsamem Singen dar:

"Als Lachyoga-Leiterin hat Moni Müksch (Foto links) immer wieder mal Lieder und Tänze eingebunden in ihre Seminare. Die Resonanz war so groß, dass sie sich entschied, die Ausbildung zum „Singleiter für Heilsames Singen“ bei den „Boss-Singers“ - wie Katharina und Wolfgang Bossinger liebevoll genannt werden, zu machen. Mit den wunderbaren Songs im Gepäck, wurde sie immer wieder zu großen internationalen Lach-Kongressen eingeladen, ihre Lieder vorzustellen. Und siehe da: die Lachfreudigen liebten diese tiefgreifenden Momente des Singens!

Vor allem eine besondere Frau: Silke Jansky. Als Ergotherapeutin und Lachyoga-Lehrerin saß sie in einem dieser Sing-Workshops und war tief beseelt. Sie engagierte Moni vom Fleck weg, in der Region Hannover Chant-Abende zu leiten. Diese Zusammenarbeit trug weitere Früchte: Auch andere Begeisterte im Norden Deutschlands engagierten die singende Moni.

Der Höhepunkt dieser singenden, lachenden Freundschaft war der 19.10.2019: die beiden lebenslustigen Frauen beschlossen, einen ganzen Tag gemeinsam zu gestalten – mit dem Format SILATA: Singen, Lachen, Tanzen und Entspannen! Sie wählten dafür einen ganz besonderen Ort: Den Seminarbauernhof Brunn-Gut, eingebettet in die wundervolle Landschaft des Flachgaus im Salzburger Land nahe der Welt-Musikstadt Salzburg.

Seminarbauernhof Brunn-Gut in Seekirchen am Wallersee, Österreich

Silke Jansky sorgte für ordentliche Lacher - wie man auf den Fotos sehen kann - und wunderbare Klangschalen-Entspannung. Moni Müksch war die Tanz- und Sing-Leiterin. Das Besondere war, dass Moni an diesem Tag ihre neue CD „be-seelt“ präsentieren konnte, die frisch aus dem Presswerk am Abend zuvor eingetroffen war!

Die TeilnehmerInnen spürten an diesem Tag ganz deutlich: Das gemeinsame Tun wirkt sich heilsam auf Körper, Geist und Seele aus. Es befreit von anhaltenden Belastungen, die zu BurnOut führen können, und wirkt präventiv. Kreativität und Energie werden frei, da wir im Moment gegenwärtig sind und unser Gedankenkarussell still steht."

Wer mehr zu diesem Tag und den Protagonisten erfahren möchte, kann sich direkt mit Claudia Plafinger in Verbindung setzen: www.herzklangraum.de

Fotos: Claudia Plafinger


Zentrum für Psychiatrie Calw - Klinikum Nordschwarzwald als Singendes Krankenhaus zertifiziert

Birgit Kraft, Schirmherrin Gerlinde Kretschmann, Geschäftsführer Michael Eichhorst, Katharina Hesselschwerdt, Elke Wünnenberg (v.l.)

"Am 11. Oktober 2019 durften wir mit dem Zentrum für Psychiatrie in Calw-Hirsau das nunmehr 88. Singende Krankenhaus auszeichnen. Der Termin war vor Ort lange und gründlich vorbereitet worden, denn Ehrengast Gerlinde Kretschmann überreichte die Urkunde feierlich an den Geschäftsführer Michael Eichhorst. Elke Wünnenberg, Vorstandsvorsitzende, hielt den Festvortrag, der dem Motto folgte: "Singen fängt da an, wo Reden aufhört!"

Das Singangebot am Klinikum Nordschwarzwald wird maßgeblich von Singleiterin und Mitglied Birgit Kraft und ihrer Kollegin Katharina Hesselschwerdt getragen, wofür wir herzlich danken. Denn erst das praktische Tun kann Begeisterung entstehen lassen und mit zufriedenen Singgruppenteilnehmern und Patienten den Weg zu einem Singenden Krankenhaus ebnen.

Elke Wünnenberg führte in ihrem Vortrag weiter aus, dass es Sinn mache, die Musik als Therapie zu verwenden. Durch das Singen von einfachen, lebensbejahenden Liedern könnten sich beispielsweise Menschen in großen Lebenskrisen entspannen, "werden glücklich". Es gebe mittlerweile deutliche Forschungshinweise, dass Singen hilfreich sei. Alle Strukturen in Geist und Körper, die mit Angst zu tun hätten, würden reduziert, die Traurigkeit verarbeitet. Singen könne die Gesundheit anregen und zwar bei allen, sowohl den Gesunden als auch den Kranken, egal ob sie psychisch oder körperlich krank seien. Singen aktiviere die "Selbstkräfte" und helfe, sich selbst zu beruhigen, zu motivieren, zu bremsen und zu wachsen.

Singleiterin Birgit Kraft

Seit sechs Jahren gibt es die Gruppe "Sing for Soul" in der Psychiatrischen Tagesklinik in Pforzheim-Eutingen. Wegen des großen Erfolges wurde sie jetzt auch auf das Haupthaus in Hirsau ausgeweitet. Mit Abschluss zur zertifizierten Singleiterin, sagte Birgit Kraft, seien neue Kenntnisse des "heilsamen Singens" hinzugekommen, die von den Teilnehmern dankbar angenommen worden seien. Mit vielen positiven Rückmeldungen wurde die Gruppe auf das Haupthaus im Klinikum Nordschwarzwald Calw-Hirsau erweitert. Seitdem ist es den dortigen Patienten, ehemaligen Patienten sowie Mitarbeitern gleichermaßen möglich, am Heilsamen Singen teilzunehmen. Wichtig sei dabei, dass die Gruppe offen für alle sei, also sowohl Patienten als auch Mitarbeiter oder Menschen von außerhalb. Gerade für Menschen mit psychischen Problemen sei es schwer, auf andere zuzugehen und sich auszudrücken.

Gerlinde Kretschmann betonte, wie wichtig das Singen, insbesondere im Kirchenchor auch für sie sei und dass sie dem Haus viel Glück und Erfolg für die Zukunft wünsche."

Elke Wünnenberg fügt ergänzend hinzu:
"Ein "Herzliches Dankeschön" an alle Beteiligte! Die Singleiterin Birgit Kraft mit ihrer Assistentin Katharina Hesselschwerdt fanden Würdigung für ihr Singgruppenwirken im Klinikalltag - und schafften über Erfahrungsbericht, musikalischen Input und Mitsingaktion die Versammelten mitten hineinzunehmen in die Idee und Erfahrung, dass Singen ein Gesundheitserreger ist. Nun ist mit der Zertifzierung das ZfP Calw seinem eigentlichen Auftrag, ein Gesundwerdhaus zu sein - sicherlich ein Stück näher gekommen."

Presseartikel:
"Als "Singendes Krankenhaus" ausgezeichnet - Zentrum für Psychiatrie Calw des Klinikums Nordschwarzwald in Hirsau erhält Zertifikat für Musiktherapie". Schwarzwälder Bote, Nordschwarzwald Nr. 237, 12.10.2019, von Bernd Mutschler
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Erfahrungsbericht über das klinische Singangebot im neu zertifizierten Singenden Krankenhaus in Bad Segeberg

Stephanie Heinze, Vorstandsvorsitzende der mit uns kooperierenden Hilde-Ulrichs-Stiftung befindet sich als Betroffene gerade selbst zur Behandlung in der Neurologischen Klinik Bad Segeberg. Die Segeberger Kliniken GmbH wurde just am 14. Oktober 2019 von uns als Singendes Krankenhaus zertifiziert, wozu wir herzlich gratulieren. Insofern hatte Stephanie Heinze, die uns mit ihrer Stiftung seit einigen Jahren unterstützt, die Möglichkeit, das Singangebot in ihren Therapieplan zu integrieren und war begeistert von den positiven Auswirkungen des Singens. Sie berichtet darüber in "Dopamin - Das Buch der Parkinson Community" am 16.10.2019:

"Singen macht glücklich - Heilsames Singen in einer Neurologischen Klinik

Stephanie Heinze„Hejo spann den Wagen an“ mit diesem schönen Ernte-Dank-Lied begrüßte uns das dreiköpfige Damen-Team (bestehend aus Parkinson Nurse, Logopädin & Musiktherapeutin) zur Singgruppe. Die herbstliche Dekoration in der Mitte des Raumes stimmte uns ebenfalls ein. Das Lied kannte jeder und nach einiger Zeit sangen wir es sogar im Kanon. Die positive Stimmung war sofort spürbar und legte sich wie ein Mantel auf uns. Jeder sang gleich mit, ohne groß zu überlegen, ob er singen konnte oder nicht.

Alle Teilnehmer (ca. 30-35 Personen) nahmen in einem Stuhlkreis Platz. Die Sitzhaltung, möglichst ganz vorne auf dem Stuhl, ohne den Rücken anzulehnen ermöglichte uns eine lockere, entspannte und aufrechte Sitzposition, in der wir die Lieder beschwingt mitsingen konnten. Nach kurzer Zeit hielt uns jedoch nichts mehr auf den Stühlen. Es waren einfühlsame Lieder mit leicht zu merkendem Text und schönen Melodien. Der Gesang erfüllte den großen Raum. Die Teilnehmer waren Patienten, Angehörige, Mitglieder des Vereins Parkinson bewegt e.V. sowie Mitarbeiter der Klinik.

Ich hatte bereits an einigen Singgruppen und Workshops in Kliniken und Selbsthilfegruppen bundesweit teilgenommen und war gespannt, was mich diesmal erwartete. Durch die heilsamen Lieder, so wusste ich aus eigener Erfahrung, konnten Blockaden gelöst und Emotionen freigesetzt werden.

In der nun folgenden Stunde sangen und tanzten wir uns durch ein buntes Potpourri an Liedern. Es spielte keine Rolle, wer wir waren und woher wir kamen, ob jung oder alt, krank oder gesund, Patient oder Therapeut. Alle waren gleich. Es zählte nur der Augenblick. Ich genoss den Moment, das kleine Glück, was das Leben ausmacht.

Neben mir saß ein Mann in einem Multifunktions-Rollstuhl, den man sowohl zum Sitzen als auch zum Liegen einsetzen konnte. Ich bemerkte, dass er weitestgehend bewegungsunfähig war. Er hatte gleichzeitig eine sehr positive Ausstrahlung, trotz seiner offensichtlich schweren Erkrankung. Es war das Strahlen in seinen Augen, das mich gleich faszinierte. Er sang alle Lieder mit und genoss die Stunde offensichtlich.

Er erinnerte mich an das Schicksal meiner Freundin Susanne, die 2017, viel zu jung und zu früh mit Anfang 50 verstarb. Sie hatte Multisystematrophie, kurz MSA (eine neurodegenerative Erkrankung, die dem Parkinson sehr ähnlich ist, und bei dem man im Unterschied zu Morbus Parkinson nur eine kurze Lebenswartung von max.10 Jahren nach der Diagnose hat).

In diesem Augenblick sah ich sie vor mir und hatte ihre Stimme im Ohr. „Chakka niemals aufgeben“! Das war immer unser Begrüßungs-Ritual, wenn ich sie besuchte. Nach einem langen, tapfer ertragenen Leidensweit konnte sie allerdings zum Schluss nur noch mit ihren Augen kommunizieren. Sie hat uns alle immer sehr beeindruckt, mit welcher Größe und Stärke sie ihr Schicksal ertrug.

Auch der Mann im Rollstuhl saß bzw. lag bewegungsunfähig in seinem Rollstuhl. Er war nicht viel älter als Susanne und es war deutlich, wie gut ihm diese Stunde tat. Als alle aufstanden, um sich im Takt der Musik zu bewegen, war es selbstverständlich, ihn „mitzunehmen“ und so schob ich ihn mit einer weiteren Freundin durch den Saal. Es war wie eine Reise für ihn und er strahlte und schenkte mir sein Lächeln. Dieses Lächeln war so unendlich kostbar, ein ganz besonderes kostbares Geschenk. Es berührte mich sehr!

Warum schaffen wir es nicht im Alltag „Inklusion“ zu leben, statt nur darüber zu reden?

Warum gibt es so viele Menschen in unserer Gesellschaft, die zuallererst an Ihren eigenen Vorteil denken und denen es oft nur um Profilierung geht, besonders in der Selbsthilfe-Szene? Selbsthilfe beginnt im Kleinen zwischen den Zeilen, nicht im lauten, großen Poltern!

Überall sah man an diesem Abend funkelnde und leuchtende Augen. Das Singen ist eine so unglaubliche Kraftquelle, aus der wir an diesem Abend alle schöpfen durften. Alle Sorgen und Ängste waren komplett vergessen und nicht wichtig. Liebe, Würde, Dankbarkeit, Miteinander und Nähe, waren greifbar.

Als ich später am Abend in meinem Zimmer saß, sah ich die intensiven Augen des Mannes im Rollstuhl vor mir und hörte den sanften Klang seiner Stimme: „Herzlichen Dank für dieses Geschenk.“ Wir hatten uns beide etwas sehr kostbares geschenkt. Mir kamen die Tränen.

Stephanie"


Elke Wünnenberg auf Internationalem Parkinson-Kongress in Nizza, 23. - 26.09.2019

Dr. Mareike Schwed (links), Elke Wünnenberg (rechts)

Zusammen mit meiner geschätzten Kollegin Dr. Mareike Schwed, neurowerkstatt, fanden unsere Studien „Gehör“ beim renommierten Kongress für "Parkinson´s Desease and Movement Disorders" in Nizza. Vier Tage State of the Art – als Nichtmediziner, Praktiker bzw. mit Blick aus den Erfahrungen des heilsamen Singens war es spannend bis herausfordernd, wie dort Parkinson behandelt wurde.

Die Ärzteschaft befindet sich in einem schmerzlichen Übergang – die Dopamin-Ära hat die Hoffnungen auf Heilung nicht erfüllt – viele Symptome, vor allem die für Patienten hoch belastender nicht-motorischer Symptome gelten als nur schwer behandelbar – teilweise erzeugen Medikationen sogar sehr belastende Symptome.

Elke Wünnenberg

Erfrischend dagegen war der Vortrag über Placebo und Nocebo: Hier gab es erste Hinweise darauf, dass Selbstkräfte den Krankheitsverlauf modulieren können.

Ein wertvoller Kontakt ergab sich durch Frau Professor Stegemöller.

Link zum Kongress - in englisch:   www.movementdisorders.org

oder deutsch über die DPG:   www.parki-stgt.de


Frauenselbsthilfe nach Krebs - Bundeskongress und Landestagung LV Berlin/Brandenburg

FSH-Motto 2019

Vera Kimmig war eingeladen und berichtet:

"Wie schon seit einigen Jahren erfolgte an mich die Einladung zum Bundeskongress der Frauenselbsthilfe (FSH) in Magdeburg. Die Tagung findet bereits seit 10 Jahren im renommierten Maritim-Hotel statt, welches für Tagungen keine Wünsche offen lässt!

Dieses Jahr war das Motto des Bundeskongresses: „Zukunftsperspektive Selbsthilfe“ mit Referaten, Workshops und der Methode des „Open Space“. Das ist ein Kongressformat, welches auf die aktive Beteiligung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Programmgestaltung setzt. Diese Form ist eine wunderbare Möglichkeit, wertvolle Impulse von Mitgliedern, Gästen und Kooperationspartnern zu erhalten, welche dann wiederum in die Weiterentwicklung der FSH einfließen können.

Als ich am Freitag dem 30.8.2019 mein Zimmer belegt hatte, kam ich gerade recht zu einem Vortrag von Nicole Staudinger, einer Bestsellerautorin - genannt auch „Schlagfertigkeitsqueen“. Es war ein Genuss, Nicole zu erleben! Diese starke Frau ist so ungewöhnlich wie ihre Buchtitel ("Brüste umständehalber abzugeben", "Schlagfertigkeitsqueen", "Stehaufqueen", "Ich nehm’ schon zu, wenn andere essen"), obwohl oder vielleicht gerade, weil sie verschiedene schwere Krankheiten überwunden hat! Schlagfertigkeit war ihr Abendthema, welches sie auf ihre besonders humorvolle Art zum Besten gab!

Am zweiten Abend der 3-tägigen Tagung konnten ab 19 Uhr verschiedene Gesangs- und Bewegungsangebote ausprobiert werden. Dieses Jahr konnte ich im großen Plenumssaal für zwei Stunden zum „Heilsames Singen“ einladen. Im kleinen Saal - im vergangenen Jahr - musste wegen des großen Interesses die Teilnehmerzahl begrenzt werden.

Es ist für mich immer wieder eine besondere Freude, gerade mit diesen Frauen zu singen. Freudige und erwartungsvolle Gesichter schauten mich im großen Stuhlkreis an. Die Tiefen der Erkrankung erfahrend und unendlich dankbar für die Höhen der Gesundung, entfalten die Stimmen in diesem Kreis einen ganz besonderen Klang. Die ungebrochene Lebenslust und wiedergefundene Lebensfreude spürt man in der großen Begeisterung des Miteinander-Singens und Tanzens.

Aus solchen Begegnungen ergeben sich auch immer wieder neue Einladungen zu Landes- oder Regionalveranstaltungen. So saß ich am Freitag, dem 27.9. im Zug nach Erkner, wo der FSH-Landesverband Berlin/Brandenburg e.V. seine Landestagung im Bildungszentrum Erkner hatte (Foto: Landesvorsitzende Uta Büchner, rechts, und Vera Kimmig). Auch dieses Haus kann ich für Seminare nur empfehlen. Zimmer, Seminarräume und das Essen waren hervorragend!

Hier waren Haltungs-, Achtsamkeits- und Atemübungen der durchgehende „rote Faden“ der Angebote. Da ich alle Vorträge und Kurzseminare miterlebte, wurde mir nochmals sehr bewusst, wie das „Heilsame Singen“ alles miteinander verbindet. Eine aufrechte Körperhaltung, immer wieder auch herzhaftes Lachen, innige Berührtheit, Achtsamkeit - hier kann alles zu einem ganzheitlichen Mix der körperlichen und mentalen Gesunderhaltung zusammen gefügt werden. Denn Singen ist keine oberflächliche Erfahrung, sondern geht bis in die Tiefen unseres Seins. Singen berührt uns dort, wo Kräfte wirken, die uns gesund und aktiv halten oder Gesundungsprozesse unterstützen. So kann die menschliche Stimme ein Therapeutikum für Leib und Seele sein und ich bin glücklich, dass ich in diesem wunderbaren Schwingungsfeld arbeiten darf und auch die Teilnehmer dafür begeistern kann. So fuhr ich am folgenden Sonntag zufrieden und glücklich wieder nach Hause und nahm die ergreifenden Klänge und herzlichen Begegnungen in meinem Herzen mit."


In Zürich feierte die Klinik Lengg AG die Zertifizierung zum „Singenden Krankenhaus“

Andreas Greulich, CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung, Elke Wünnenberg

Am 18. Juli 2019 durfte unsere Vorstandsvorsitzende Elke Wünnenberg mal wieder mit einer Urkunde im Gepäck in die schöne Schweiz reisen. In einer Zertifizierungsfeier mit viel Publikum erhielt die Klinik Lengg in Zürich als mittlerweile fünfte Einrichtung dieser Art die Auszeichnung "Singendes Krankenhaus". Die Klinik Lengg AG ist eine Klinik für Neurorehabilitation und Epileptologie, getragen von der «Schweizerischen Epilepsie-Stiftung» und der «Stiftung Zürcher RehaZentren». Seit vielen Jahren schon spielt dort die Musik, etwa durch öffentliche Hauskonzerte, und natürlich die Musiktherapie eine große Rolle. Die führenden und leitenden Persönlichkeiten dieses Hauses unterstützten daher auch von Beginn an den Weg zu einem "Singenden Krankenhaus". Wir freuen uns sehr und gratulieren herzlich!
Sonja Heim

„Auch ein ganz kleines Lied kann viel Dunkel erhellen“
- Franz von Assisi

„Über sieben Brücken musst du gehen“ und andere bekannte Songs wurden an der Zertifizierungsfeier zum „Singenden Krankenhaus“ in der gefüllten Empfangshalle der Klinik Lengg gemeinsam mit Patienten, externen Gästen, Geschäftsleitung und Mitarbeitenden der Klinik gesungen. Erstmals waren auch ambulante Patienten eingeladen, am Hauskonzert Teil zu nehmen. Das Referat „Singen als Lebenselixier und Gesundheitserreger“, ein Liederquiz und ein Interview zum Thema „Wie alles begann“ sowie die Überreichung des Zertifikates rundeten den gelungenen Event ab. Premiere feiern durfte erstmals die „Hausband“ der Klinik Lengg. Mit Gesang durch Anita Wildi und Nicole Bänteli, Patrick Bianco am Saxophon, Sandro Majo am Klavier und mir an der Gitarre war es eine Freude mit Kolleginnen und Kollegen der Klinik Lengg zu musizieren und zu singen.

Dr. med. Bartosz Bujan, Med. Direktor, 3.v.l., Ludwig Schmid, Leiter Med. Therapien, 4.v.l.; Barbara Quiram, SL, mit Gitarre; Andreas Greulich, CEO, 6.v.l.; Elke Wünnenberg, 7.v.l.; und Mitglieder der Hausband

Was sind mögliche positive Effekte des Singens?

  • Singen kann stabilisierend, strukturierend und stimmungsaufhellend wirken
  • Singen setzt Endorphine und Serotoninhormone frei
  • Singen in der Gruppe ist gemeinschaftsfördernd, sinnstiftend und macht Spass
  • Singen kann Zuversicht in der Krise, Sinn und neue Hoffnung geben
  • Singen kann bei Aphasie und Parkinson neuronale Netzwerke anregen und die Wortproduktion positiv beeinflussen und anregen
  • Singen kann bei Menschen mit Kommunikationsproblemen die Isolation verringern
  • Singen kann die Selbstwirksamkeit steigern und Selbstheilungskräfte freisetzen
  • Und vieles mehr…

Quellen: Die heilsame Kraft des Singens, W. Bossinger; Warum singen glücklich macht, Gunter Kreutz

Wie geht es nun weiter mit Musik in der Klinik Lengg?

Die Durchführung weiterer Hauskonzerte, auch im 2020, wurde durch die Geschäftsleitung der Klinik Lengg sehr begrüsst, das nächste grössere Event wird wohl in der vorweihnachtlichen Zeit statt finden. In den Einzelmusiktherapien, in der Singgruppe und Musikevents zum Liedermitsingen wird meist täglich in der Klinik Lengg gesungen.

Text von Barbara Quiram für die interne Mitarbeitenden-Zeitschrift der Klinik Lengg