Modul B

Atem - Stimme - vegetative Harmonisierung


Anwendungsbezug

Atemwegserkrankungen wie COPD und Asthma -
und physiologische Atmung


Der unmittelbare Zusammenhang zwischen Singen, Tönen und Atmung kann hier sehr wirkungsvoll eingesetzt werden, um die Lebensqualität zu erhöhen: Singen verlängert den Prozess des Ausatmens und verhilft zu einer gleichmäßig strömenden Ausatmung. Stärkt und löst die Atemmuskulatur und kann so positiv auf Spannungen, Verschleimungen und Verkrampfungen Einfluss nehmen. Die vertiefte Atmung beeinflusst die „Chemie“ des Gehirns und bewirkt so eine vegetative Harmonisierung und eine bessere Energieversorung des Körpers. Vergleichbar mit einem sanften Herz- und Kreislauftraining.

Gesunde wie im Atem beeinträchtigte Menschen können über das Singen von einfachen Liedern zu einer Vollatmung geführt werden. Im Gegensatz zu eher funktionellen Verfahren ist Singen hoch effektiv und weist auch spielerische und sinnstiftende Momente auf. Regelmäßiges Singen in Gruppen stärkt die Selbstwirksamkeit und vermittelt selbstregulierende Strategien zur Atmungsvertiefung und Angstreduzierung. Es ermöglicht, Austausch, Solidarität und Verbundenheit in einer Gruppe zu erleben, "facht“ über das tönende Atmen den „Funken des Lebens“ in uns an.

In diesem Seminar möchten wir:

  • Aufzeigen und gemeinsam erkunden, wie Atem, Stimm-, Lockerungs- und Entspannungsübungen über das Singen und Tönen erweitert und „angereichert“ werden und vegetative Harmonisierung gefördert wird.
  • Spezifische Aspekte von Atemwegserkrankungen und Stimmstörungen besprechen und eine darauf abgestimmte Methodik von Atemvertiefung über das Singen, kombiniert mit geeignetem Lied- und Bewegungsrepertoire, kennenlernen.
  • Ausbau und Durchführung von Singgruppen anregen, sowie Grenzen und Möglichkeiten dieser Singruppenarbeit diskutieren.

Dieses Seminar richtet sich an alle Singbegeisterten und kann Atemtrainern, Logopäden, Körpertherapeuten und sonstigen Fachkräften des Gesundheitssystems einen neuen Zugang zu vegetativer Harmonisierung eröffnen.

„Singen ist zuerst der innere Tanz des Atems, aber er kann auch unsere Körper aus jeglicher Erstarrung ins Tanzen befreien und uns den Rhythmus des Lebens neu lehren!“
Lord Yehudi Menuhin


Einen Bericht über eine Atemtherapiegruppe mit COPD-Patienten zeigte der ORF am 20.06.2016: Sendung ansehen

Und zwei Presseartikel zu Singen bei COPD: "Singen – dem Sauerstoffgerät zum Trotz" und "Von Punk bis Posaune: Aus Musik wird Therapie", Die Presse am Sonntag, 29.07.2018, von Hellin Jankowski,  Artikel lesen [PDF, 4,4 MB]


Modulgebühr:
280 € (ohne Kosten für Unterkunft und Verpflegung)
252 € ermäßigt für Mitglieder

Seminarzeiten:
Freitag 18:00 Uhr bis Sonntag 13:00 Uhr


Seminarleitung:
Vera Kimmig, Clarissa Rudlowski

Ort: DE - Bad Herrenalb, Evangelische Akademie

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