SEGEBERGER KLINIKEN GMBH

Segeberger Kliniken

Über die Einrichtung

Im Neurologischen Zentrum der SEGEBERGER KLINIKEN GMBH behandeln Teams aus Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften die gesamte Bandbreite an neurologischen Krankheitsbildern im Akutstadium und in der Rehabilitationsphase. Dazu zählen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose, Epilepsie, das Guillian-Barré-Syndrom, Gehirnverletzungen, Hirnschäden nach Kreislaufstillstand, Tumorerkrankungen von Gehirn und Rückenmark, Polyneuropathien sowie Bandscheibenleiden.

Das Neurologische Zentrum ist Lehrkrankenhaus für die Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie der Universitäten Lübeck und Hamburg und gehört mit insgesamt 300 Betten zu den größten akutmedizinisch-rehabilitativen Einrichtungen in Deutschland. Gegliedert ist das Neurologische Zentrum in die vier Abteilungen:

  • Akutneurologie und Stroke Unit
  • Neurologische-Neurochirurgische Frührehabilitation und Neurointensivmedizin
  • Neurologische-Neurochirurgische Rehabilitation
  • Parkinson und Bewegungsstörungen

Durch die Einheit aus Akutklinik und Rehabilitation bieten wir unseren Patienten bereits während der Akutbehandlung das ganze Spektrum von Krankengymnastik (Physiotherapie), Sprach- und Sprechtherapie (Logopädie) sowie Ergotherapie und Neuropsychologie. Das ist von großem Vorteil, denn ein früher Therapiebeginn kann sich entscheidend auf die Wiedergewinnung von motorischen Fähigkeiten auswirken und beugt Begleiterkrankungen wie Lungen- und Harnwegsentzündungen vor. Der Therapieplan wird vom gesamten Team regelmäßig abgestimmt und den Fortschritten des Patienten angepasst. Diese enge Kooperation und der kontinuierliche Austausch zwischen Ärzten, Pflegepersonal und Therapeuten gewährleistet in allen Abteilungen eine verlässliche Betreuung auf Grundlage eines abteilungsübergreifenden Behandlungskonzepts. Zertifizierte Schwerpunkte unseres medizinischen Angebots sind die Bereiche:.

  • Schlaganfall
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose

Singangebot

Innerhalb der Behandlung unserer Patienten ist die neurologische Musiktherapie seit 2015 ein fest etabliertes Therapieangebot. Es gibt 4 qualifizierte neurologische Musiktherapeuten, welche in allen Bereichen des Hauses aktiv sind. Innerhalb der Frührehabilitation werden Einzeltherapien für Patienten angeboten, die sich in einem komatösen oder postkomatösen Zustand befinden. Hier wird unter anderem das Singen zum Aufbau basaler Kommunikation auf non- und präverbaler Ebene und zur Förderung von Eigenwahrnehmung und Orientierung eingesetzt. Außerdem werden in der Phase C und D und in der Parkinson Komplexbehandlung Einzel- und Gruppentherapien angeboten. Das Singen spielt hierbei in jedem Bereich eine zentrale Rolle. In der Frührehabilitation wird das Singen häufig als erste Kontaktaufnahme, als Atemfunktionstraining oder als stressreduzierende Intervention eingesetzt. In den anderen Bereichen wird das Singen unter anderem im Rahmen des melodischen Intonationstrainings bei Aphasiepatienten eingesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Dysarthophonietherapie bei Parkinsonbetroffenen. Hier wird das Singen zur Steigerung der Stimmdynamik und der Verständlichkeit eingesetzt.

Neben dem musiktherapeutischen Angebot findet einmal monatlich (jeder zweite Mittwoch im Monat) ein offenes Singangebot mit dem Namen „Let’s sing!“ statt. Hier steht kein therapeutisches Ziel im Vordergrund sondern das gemeinsame Singen ohne Leistungsdruck.

Zertifizierung

Die Zertifizierung als Singendes Krankenhaus fand am 14.10.2019 statt.

Stephanie Heinze, Vorstandsvorsitzende der mit Singende Krankenhäuser e.V. kooperierenden Hilde-Ulrichs-Stiftung, berichtet über ihre eigenen positiven Erfahrung mit dem klinischen Singangebot - siehe Info/Blog.